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Feedbackkultur

Lob und Motivation, aber auch konstruktive Kritik und Rückmeldungen z. B. über durchgeführte Projekte, zur Arbeitsleistung oder zur eigenen Person werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie von Schülerinnen und Schüler nicht nur gewünscht, sondern gehören zu einem wesentlichen Bestandteil einer demokratischen Schulkultur. Zudem steht regelmäßiges Feedback in direktem Zusammenhang mit der Arbeit sowie dem Zugehörigkeitsgefühl mit der Schule.

Zu einer erfolgreichen Feedbackkultur gehört auch eine offene Fehlerkultur, d. h. ein konstruktiver Umgang mit Fehlern. Denn wer ständig negatives Feedback für seine Fehler erhält, spricht Ideen seltener aus und verhält sich möglicherweise unsicher, Neues auszuprobieren.

Regelmäßig konstruktives Feedback hilft außerdem dabei, die Erwartungshaltungen des Gegenübers besser einschätzen zu können: Was erwartet z. B. die Schulleitung von ihren Kolleginnen und Kollegen, was erwartet die Lehrkraft von ihren Schülerinnen und Schülern, wie steht das Lehrerkollegium zur Schulleitung, welche Erwartungen und Wünsche haben die Eltern/die Schüler an Lehrkräfte und Schule und wie erleben die jeweils Betroffenen verschiedene Situationen?

Eine erfolgreiche Feedbackkultur zeigt sich nicht hierarchisch organisiert, sondern findet auf verschiedenen Ebenen statt.

Wozu Schüler-Feedback?

Das Schüler-Feedback hilft der Lehrkraft, die Wirkungen ihres unterrichtlichen Handelns zu überprüfen und die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler besser zu verstehen. Durch Schüler-Feedback verändert sich auch das Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden: Die Schülerinnen und Schüler erleben Unterricht als gemeinsamen Arbeitsprozess, den sie mitgestalten können. Wenn über Unterricht und Lernen gesprochen wird, können Lernmotivation, Reflexionsfähigkeit und Selbstverantwortung der Schülerinnen und Schüler steigen. Für weitere Informationen folgen Sie diesem Link.

Leitfaden Modellprojekt Schüler-Feedback

 

 

Online-Befragungstool in mebis

Im Zuge des Modellprojekts zum Schüler-Feedback wurde ein Feedback-Tool in mebis entwickelt. Dieses Tool ermöglicht es, Schüler-Feedbacks, Führungskräfte-Feedbacks sowie Online-Befra­gungen im Rahmen der internen Evaluation vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten. Der Anwender kann dabei auf wissenschaftlich geprüfte Fragebogenvorlagen (z. B. EMU) zurückgreifen, hat aber ebenso die Option, eigene Fragebogen zu erstellen.

Mittels dieser Feedback-Methode kann z. B. die Selbsteinschätzung einer Lehrkraft mit der Fremdeinschätzung durch Schülerinnen und Schüler verglichen werden, auch kann man die Ergebnisse zurückliegender Erhebungen mit einer aktuellen Wiederholungsbefragung vergleichen.

Die Administration dieser Befragungen gestaltet sich einfach, da Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler i. d. R. über einen mebis-Zugang verfügen und die Befragten sich mittels einer Selbsteinschreibung für eine Online-Befragung anmelden können. Die Daten werden bei der Erfassung anonymisiert, wodurch Rückschlüsse auf Personen nicht mehr möglich sind, um den Datenschutz zu gewährleisten.

Das mebis-Infoportal bietet eine Reihe von online-Tutorials, die eine schnelle Orientierung und Einführung in das Instrument ermöglichen. Das Tool eignet sich auch für interne Evaluationen an Schulen, sofern alle Beteiligten der Umfrage über einen mebis-Account verfügen.

 

 

Leitfaden „Überfachliche Kompetenzen einschätzen und entwickeln"

Evidenzbasierte Methoden der Unterrichtsdiagnostik und - entwicklung (EMU)

Bei EMU handelt es sich um ein handlungsorientiertes Programm, das an der Uni Koblenz-Landau im Auftrag der Kultusministerkonferenz für die Praxis entwickelt wurde.