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Politische Bildung in der Wirtschaftsschule

Das pädagogische Handeln im Unterricht und im Schulleben der Wirtschaftsschule orientiert sich an den in der Verfassung des Freistaates Bayern genannten Bildungszielen sowie an den Grundsätzen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern. Weitere Grundlagen bilden das Bayerische Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen und die Wirtschaftsschulordnung.
Auf der Basis dieser Werte beobachten und überdenken die Schülerinnen und Schüler ihr Handeln und ihre Begegnungen mit Mitschülerinnen und Mitschülern in altersangemessener Weise. Sie erfahren in ihrem schulischen Alltag die Bedeutung und Notwendigkeit eines achtsamen, toleranten und respektvollen Umgangs mit anderen. Durch die Auseinandersetzung mit anderen Weltanschauungen, religiösen Überzeugungen, Meinungen und Lebensweisen erweitern sie ihren Erfahrungshorizont, ihre Bewertungsmaßstäbe sowie ihre Handlungsmöglichkeiten.

Die Schülerinnen und Schüler haben das Recht, verantwortungsbewusst an Entscheidungen mitzuwirken, die sie selbst sowie die Klassen- und Schulgemeinschaft betreffen. Die Wirtschaftsschule ermuntert die Schülerinnen und Schüler, sich bei entsprechenden Entscheidungsprozessen einzubringen. Sie schafft und nutzt geeignete Anlässe, zeigt Möglichkeiten für eine aktive Beteiligung auf und unterstützt den Erwerb demokratischer Handlungsweisen und personaler wie sozialer Kompetenzen.

Die Schülerinnen und Schüler gestalten den Unterricht und das Schulleben in der Wirtschaftsschule mit und erwerben so ein grundlegendes Verständnis von Demokratie und ihren Prinzipien. Sie übernehmen Verantwortung und lernen innerhalb der Schulgemeinschaft, dass Partizipation mit Rechten, aber auch mit Pflichten einhergeht. Lehrkräfte und alle Mitglieder der Schulgemeinschaft sind Vorbilder – in ihrem respektvollen Umgang mit anderen, in ihren Werthaltungen sowie in der Art und Weise, wie sie ihre eigenen Rechte und Pflichten wahrnehmen.

Wie kann eine partizipative Lern- und Schulkultur aussehen?

Eine partizipative Lern- und Schulkultur kann von der Beteiligung im Schulalltag (z. B. durch Patenschaften, Verfahren zur Konfliktbearbeitung und Mediation) bis hin zum verantwortungsvollen Engagement (z. B. Klassenrat, SMV, Schülerzeitung, Schulparlament) und Teilnahmen an Schulprojekten (z. B. Schulhofgestaltung, Mitarbeit in der Schulentwicklung) reichen. Durch Formen der Selbst- und Peerbewertung (z. B. bei Portfolios, in Schreibkonferenzen) werden Schülerinnen und Schüler auch bei der Lernrückmeldung einbezogen.

Extra dafür ausgewiesene Zeiträume und Strukturen für Beteiligungsprozesse der Schülerinnen und Schüler erhöhen die Partizipation und die Identifikation mit der eigenen Schule.

Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften

Sprachen

Kunst/Werken, Musik und Sport

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften

Religion und Ethik

Projektbeispiele - fächerübergreifend

Partizipationsmöglichkeiten in der Schule

Eine große Auswahl von Methodenbeispielen zur Förderung der Demokratiekompetenz bietet Ihnen das Kapitel Partizipationsmöglichkeiten.

Die schulartübergreifende Themen

beinhalten Hinweise und Materialien u. a. zu folgenden Themen Europa, historisch-politische Bildung, gegen Rassismus sowie Planspiele.

Fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsziele

In der Rubrik fächerübergreifende Bildungsziele finden Sie weiterführende Hinweise und Materialien, z. B. zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienbildung, sprachliche Bildung, Werteerziehung.

Schülerwettbewerbe

Schülerwettbewerbe fördern die historisch-politische Bildung auf vielfältige Weise.