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Interkulturelle Bildung

Im Rahmen der Interkulturellen Bildung erwerben die Schülerinnen und Schüler elementare Kenntnisse über andere Kulturen und Religionen, die in einer pluralistischen und globalisierten Gesellschaft ein kultursensibles Verhalten und ein friedvolles Zusammenleben ermöglichen.

Im Vergleich eigener Einstellungen und Haltungen mit denen anderer entwickeln sie Interesse und Offenheit, gegenseitigen Respekt sowie Toleranz gegenüber anderen Menschen mit ihren kulturspezifischen Vorstellungen und Verhaltensweisen, z. B. hinsichtlich Lebensführung, Sprache und Religion. Interkulturelle Kompetenz zeigt sich darin, dass Menschen und Kulturen voneinander lernen und sich so ge­genseitig bereichern.

Art. 131 BayVer.

In den Obersten Bildungszielen der Bayerischen Verfassung heißt es im dritten Abschnitt:

(3) „Die Schüler sind im Geiste der Demokratie, in der Liebe zur bayerischen Verfassung und zum deutschen Volk und im Sinne der Völkerversöhnung zu erziehen." (Art. 131 BayVerf.)

Die Handreichung Oberste Bildungsziele in Bayern Art. 131 der Bayerischen Verfassung verweist auf die Bedeutung dieses Absatzes in der heutigen Zeit (vgl. S. 37ff.). Insbesondere für die interkulturelle Bildung werden dort folgende Kompetenzen genannt:

Die Schülerinnen und Schüler

  • besitzen Kenntnisse über Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Kulturen, Religionen und Gesellschaften,
  • nehmen Schule selbst als interkulturellen Begegnungsort wahr,
  • interagieren aufgeschlossen, höflich und situationsgerecht mit ihren Kommunikationspartnern im Bewusstsein kultureller Gemeinsamkeiten und Unterschiede, vor allem in Bezug auf Umgangsformen,
  • hinterfragen kritisch gängige Vorurteile und Klischees,
  • zeigen auf der Basis von grundlegenden Kenntnissen über die Lebenswelt und Lebensweise in  anderen Ländern sowie sozio-kultureller und  historischer Zusammenhänge Verständnis für  fremde Verhaltensmuster und Normen, begegnen ihnen aufgeschlossen und setzen sich altersangemessen mit ihren eigenen Einstellungen auseinander,
  • vergleichen unterschiedliche Lebensumstände in Räumen unterschiedlichen  Entwicklungsstandards und zeigen Verständnis und Toleranz für andere Kulturen und Lebensweisen der Einen Welt, z. B. auf Reisen oder im Schüleraustausch,
  • verstehen, dass internationale Kontakte und Beziehungen für die eigene Lebensgestaltung  zusätzliche Handlungsspielräume und Chancen eröffnen, und sind dadurch bereit, sich persönlich einzubringen (z. B. im Rahmen eines Jugendaustauschs oder einer Städtepartnerschaft),
  • begreifen die Friedenssicherung und die Menschenrechte als notwendige Leitprinzipien politischen Handelns,
  • begreifen die Idee eines geeinten Europas sowie dessen gemeinsame kulturelle Wurzeln aus Christentum, Humanismus und Aufklärung,
  • treten in ihrem Lebensbereich für die Versöhnung der Völker und für eine Politik des Friedens  sowie der Gerechtigkeit ein und tragen nach ihren Möglichkeiten dazu bei.

Weiterführende Hinweise

Rechtliches

Rahmensetzung zum Bereich der Interkulturellen Bildung finde sich hier.